Essen

In unseren ersten Tagen hier in Indien haben wir was das Essen betrifft einen kleinen Schock erlitten. Wir waren zweimal täglich im gleichen indischen Restaurant das den Charme eines Fastfood-Restaurants hat. Das Essen dort schmeckt zwar relativ gut und wir haben es alle vertragen, aber es gab meistens nur 2-3 verschiedene, sehr einfache Gerichte zur Auswahl, die immer mit der gleichen Soße serviert werden. Ein paar Tage lang war das ok, aber wir haben alle relativ schnell Sehnsucht nach „normalem“ Essen bekommen.
In der 2. Woche haben wir uns dann einen Herd und Essgeschirr gekauft und waren total glücklich über die Aussicht, endlich selber kochen zu können. Das erste selbst gekochte Essen war zwar eher ein Reinfall, aber inzwischen haben wir so langsam rausbekommen, was man mit den hier vorhandenen Mitteln hier gut kochen kann. Als Vorspeise machen wir uns oft griechischen Salat um ein bisschen frisches Gemüse zu essen (Auf unserem Kurztrip nach Pondicherry haben wir uns eine Flasche Balsamico-Essig gekauft – nahezu eine Kostbarkeit hier).
Unser neueste wunderbare Investition ist eine Crepe-Pfanne. Seitdem gibt es statt unserem momentan fast tägliche Frühstück Milch mit Cornflakes gelegentlich köstliche Crepes zur Abwechslung. Auch die allmorgendliche Tasse Kaffee wissen wir sehr zu schätzen, auch wenn es hier leider nur Instant-Kaffee zu geben scheint.
Kurz nachdem wir unseren Herd gekauft hatten, haben wir dann auch herausgefunden, dass es hier einige Restaurants gibt, in denen man gut europäisches Essen bekommen kann. Die Atmosphäre dort ist meistens sehr schön und man lernt oft andere Traveller kennen. Seitdem haben wir verabredet, jeden Sonntag (meistens gehen wir deutlich öfter) gut essen zu gehen und den Rest der Woche selber zu kochen oder in das große indische (und zum Glück sehr preiswerte) indische Restaurant gehen.

Unsere anfängliche Befürchtung, wir würden das Essen hier überhaupt nicht vertragen und Dinge wie rohes Obst und Gemüse könnten wir sowieso gleich vergessen hat sich zum Glück keineswegs bestätigt. Mit der Einstellung „wenn wir etwas einmal nicht vertragen sollten, dann essen wir es eben kein zweites Mal“ haben wir bedenkenlos alles, worauf wir Lust hatten, gegessen und hatten bislang keinerlei Probleme damit.
Nach den anfänglichen Eingewöhnungsproblemen sind wir inzwischen alle sehr zufrieden mit dem Essensangebot. Dieser Schritt war für uns wichtig, um richtig hier anzukommen und uns zu Hause zu Fühlen.

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