Land und Leute

Donnerstag, 27. November 2008

Das Wetter

Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass der Monsun und der damit einhergehende Regen vorbei seinen. Doch da lagen wir wohl falsch. Seit Sonntag dem 23.11.2008 regnet es ununterbrochen, mal weniger mal mehr. Gestern, am 26.11.2008 erklärte man uns, dass dies kein Monsun-Regen, sondern ein Zyklon sei. Sehr beruhigend! Doch daraufhin gingen wir ins Internet-Café, um uns die Wetterlage mal genauer zu betrachten und stellten fest, dass es nur noch gestern so regnerisch und stürmisch sein soll und in den nächsten Tagen etwas weniger wird. Heute, den 27.11.2008 sollte dann der Zyklon kommen, doch davon haben wir bis jetzt noch nichts mitbekommen, wir gehen mal davon aus, dass es vorbei ist mit diesem Wetter. Heute Morgen sahen wir die Fischer, wie sie ihre Boote vom Strand auf unsere Strasse getragen haben, daraufhin fragten wir, was denn da vor sich gehe und unser Vermieter sagte, dass auch die Fischer sehr beunruhigt seien. Doch der Zyklon blieb uns Gott sei dank erspart. Das Problem für uns an diesem Wetter liegt darin, dass wir durch den starken Wind seit 48 Stunden keinen Strom haben und damit auch kein Wasser, da das Wasser mit einer elektrischen Pumpe auf unser Dach gepumpt werden muss.
Florian fragte dann unseren Vermieter, was wir nun tun sollen, um Wasser zu bekommen, daraufhin nahm er Florian mit zu seinem Haus und sie Pumpten mit der Hand das Wasser aus einem Brunnen.
Auch den Fischern hier geht das Wetter ziemlich gegen den Strich, da sie für die nächsten 20 Tage nicht mehr Fischen gehen dürfen, dies wurde vom Staat beschlossen.
Durch den starken Regen haben wir nun wieder eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit (ca.90%). Die Wände in unserer Wohnung werden wieder nass und somit auch all unsere Kleider und Unterrichtsmaterialien.
Nachdem wir die 30 mitgebrachten Blockflöten säuberlich gereinigt hatten, da sie alle leicht geschimmelt waren, müssen wir nun das Selbe wieder tun. Jetzt hätten wir genügend Zeit dafür, da es bei diesem Wetter sehr langweilig werden kann, weil wir keinen Unterricht halten können, doch solang alles nass ist, ist das momentan absolut unmöglich..
Nun beschäftigen wir uns mit lesen, Gesellschaftsspielen und Blog-Texte schreiben, dies aber auch nur solange es hell ist und dann gehen wir ins Restaurant und hoffen auf besseres Wetter.


Hier ein paar aktuelle Bilder zum Wetter
Montag, 20. Oktober 2008

Verkehr

Hupen, hupen, hupen!!!
Das sagt eigentlich schon alles, aber der italienische Fahrstil ist ein Witz gegen die Fahrweise der Inder. Wenn wir bei uns aus dem Hoftor gehen und mit unseren Mofas losfahren, schlängeln wir uns durch die kleinen Straßen, die durchzogen sind mit tausenden von Schlaglöchern und zu hoch geratenen Kanaldeckeln. Nun sind wir auf der Hauptstraße in Richtung Stadtmitte, fahren vorbei an einem großen Park mit einem Tempel (davon gibt es hier übrigens sehr viele) und kommen zu der großen Busstation.
Jetzt beginnt das Chaos erst richtig, denn es wollen drei Busse gleichzeitig aneinander vorbei, zwei andere Busse wollen dort parken und wieder zwei andere losfahren. Dazwischen befinden sich neben Auto- und Motorradfahrern noch Ziegen, Schweine und vor allem Kühe. Jeder will ganz schnell durchkommen und denkt, es gehe schneller, wenn er hupt. Doch jetzt steht alles still und man hört tausend verschiedene Huptöne. Unsere Hupen hören sich übrigens an wie das Meckern einer Ziege.
Am Anfang konnten wir unseren Augen nicht glauben, da wir teilweise eine sechsköpfige Familie auf einem “TVS“-Mofa, dasselbe wie unsere, fahren sahen. Es kommt ebenfalls vor, dass man sechs oder siebenjährige Kinder Motorrad, Mofa oder Auto fahren sieht. Der Führerschein interessiert hier niemanden. Baustellen gibt es ebenfalls sehr viele und dann steht allen Fahrzeugen nur ein Fahrstreifen oder auch mal keiner zur Verfügung. Dann muss man sich seinen eigenen Weg irgendwo durch die Pampa bahnen.
Letzte Woche mussten wir auf dem halben Weg zur Schule komplett umdrehen und einen anderen Weg nehmen. Wir kamen dann zu spät aber mit der Pünktlichkeit haben es die Inder eh nicht so.
Unfälle gibt es hier nur sehr selten, wir haben bis jetzt erst einen gesehen. Doch Vorsicht ist hier in Indien die Hauptdevise, wenn man sich motorisiert fortbewegt.
Donnerstag, 16. Oktober 2008

Müllentsorgung

Die Müllentsorgung hier ist ein Thema für sich und wir waren im ersten Moment schon etwas von den Zuständen schockiert. Dass Mülltrennung für die Menschen hier ein Fremdwort ist, dürfte wenig überraschen, aber die Art und Weise der Entsorgung ist dann doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Das Grundstück, auf dem wir wohnen, ist relativ lang mit mehreren Gebäuden und endet hinter unserer Wohnung mit einer etwa schulterhohen Mauer. Jede Art von Müll wird schlicht und einfach über diese Mauer geworfen. Dahinter türmen sich Essensreste, Papier, Plastik und Restmüll kreuz und quer durcheinander. Die Kühe, welche hier in Indien massenweise einfach so auf der Straße leben, ernähren sich hauptsächlich aus den unzähligen Müllbergen. Auch hinter unserer Mauer konnten wir vor ein paar Tagen eine Kuh beim durchwühlen unseres Mülls auf der Suche nach Essbarem beobachten.
Ein Stück ausserhalb der Stadt gibt es eine Art „Müllhalde“ auf der es ähnlich zugeht, wie hinter unserer Mauer. Der Müll wird einfach auf ein großes Feld gekippt. Dort sieht man immer einige Kühe am Essen und auch Menschen, die die Haufen nach wiederverwertbaren Materialien durchsuchen.
Mittwoch, 3. September 2008

Allgemeine Informationen zu Kadambadi und Umgebung

Chennai ist die nächste und größere Stadt. Sie ist ca. 70 km von Kadambadi entfernt.
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Weitere Informationen:

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