Die Schule in Kadambadi

Montag, 15. Dezember 2008

Beginn der Verwendung unserer Spendengelder

Nachdem wir einige Gespräche mit Palani, der Schulleitung und dem Bürgermeister von Kadambadi geführt hatten entschieden wir uns, für die erste bis fünfte Klasse Tische und Bänkchen bauen zu lassen.
Für die Schulmöbel haben sich Palani und Mahe schon einige Kostenvoranschläge machen lassen und wenn wir dann den Schreinern sagen, sie sollen nun mit dem Bau beginnen, wäre es wohl in 15 Tagen fertig. Wir werden uns Mal überraschen lassen.

Palani fragte uns dann, ob wir damit einverstanden wären, dass wir auch noch einen Vorraum für die Schulküche bauen lassen könnten, denn die eigentliche Küche hat keine Fenster und es wird hier mit Holz und Blättern gekocht. Dies kostet etwa 20000 RS was ungefähr 360€ entspricht. Wir gaben ihm dann das Geld und er sagte es würde schon bald fertig sein, was wir natürlich nicht glaubten, da die Inder eigentlich nicht die Schnellsten sind. Aber in diesem Fall lagen wir falsch, denn als wir dann am Freitag in die Schule kamen waren wir positiv überrascht, da schon das Fundament ausgehoben war und ein großer Sandberg sowie eine Steinlieferung gekommen waren. Als wir dann am Samstag an die Schule kamen, standen dann auch schon alle Mauern und wir konnten es nicht glauben, denn selbst bei uns würde dies nie so schnell gehen. Heute, am Montag waren bereits die Mauern verputzt und das Dach angebracht, jetzt fehlen nur noch wenige Kleinigkeiten bis zur vollkommenen Fertigstellung.
Es ist wunderschön für uns, auch mal die Erfahrung machen zu dürfen, dass Inder auch zuverlässig und schnell sein können. Wir hatten nicht im Traum damit gerechnet, dass der Bau auch nur annähernd so schnell ablaufen würde.
Samstag, 29. November 2008

Verwendung der Spendengelder

Abgesehen von einigen minimalen Ausgaben für Unterrichtsmaterialien haben wir von den Spendengeldern bislang nichts ausgegeben. In der bisherigen Zeit an der Schule haben wir uns ein relativ klares Bild über ihren derzeitigen Zustand gemacht. Dabei sind wir auf einige Missstände gestossen, die wir in den nun kommenden Wochen gerne so weit wie möglich beheben würden.

Wie wir früher bereits geschildert hatten, werden in jeden Raum mindestens zwei Klassen gleichzeitig unterrichtet. Sie sitzen mit dem Rücken zueinander und schauen in entgegengesetzte Richtungen. So werden beide Klassen im gleichen Raum parallel in zwei absolut unterschiedlichen Fächern unterrichtet. Es ist für die Schüler fast unmöglich, sich wirklich auf den eigenen Unterricht zu konzentrieren, da man immer den Lärm der anderen Klasse im Hintergrund hat.
Unsere Idee ist es, einfache bewegliche Trennwände in den Gebäuden anzubringen, um die Räume zu halbieren und damit jeder Klasse ihren separaten Raum zu geben. Für Anlässe, bei denen mehrere Klassen gemeinsam unterrichtet werden sollen, kann man die Trennwände zur Seite schieben und erhält wieder einen großen Raum.

Da nicht genügend Räumlichkeiten für alle Klassen zur Verfügung stehen, werden immer einige im Freien unterrichtet. Aus diesem Grund wurde schon vor einiger Zeit mit dem Bau eines weiteren Schulgebäudes begonnen. Doch da keine ausreichenden Gelder zur Verfügung stehen, Kommt der Bau nur langsam voran.
Auch an der Fertigstellung dieses Baus würden wir uns gerne beteiligen, da es uns wichtig ist, dass alle Schüler so bald wie möglich einen eigenen Klassenraum zur Verfügung haben.

Unser drittes und vorerst letztes grosses Anliegen ist es, uns um Möbel für die Klassenräume zu kümmern. Zurzeit gibt es nur in den wenigsten der Räume überhaupt Möbel, und die vorhandenen sind klapprige Metallgestelle in sehr schlechtem Zustand. In den meisten Räumen sitzen die Schüler den ganzen Tag über einfach auf dem Boden um unterrichtet zu werden.
Wir wollen versuchen, zumindest diese leeren Räume mit Tischen und Stühlen für die Kinder auszustatten.

Mit dem Beginn dieser Arbeiten haben wir einerseits so lange gewartet, da Palani nun aus Deutschland hierher gekommen ist und uns mit guten Ratschlägen zur Seite stehen kann. Ausserdem war es uns wichtig, keine überstürzten Entscheidungen zu treffen sondern zunächst ein möglichst realistisches Bild der Schule und ihres aktuellen Zustandes zu erhalten.
Sonntag, 5. Oktober 2008

Die erste Schulwoche

Aufgrund von 2 Feiertagen am Mittwoch und Donnerstag ging die erste Woche fuer uns sehr schnell vorbei.
Am Musikunterricht bei Marie und Florian haben die Schueler sehr schnell grossen Gefallen gefunden. So langsam kriegen auch alle Dorfbewohner etwas davon mit, denn die Lieder werden den ganzen Tag rauf und runter gesungen. Momentan ist es noch etwas schwierig den Kindern zu vermitteln, was eine Melodie ist, da hier eher im Sprechgesang gesungen wird. Und so schmettern sie uns zur Zeit noch 80 verschiedene Melodien entgegen, aber es wird immer ein kleines bisschen besser.
Auch der Englischunterricht bei Melissa laeuft inzwischen gut. Ab der 2. Stunde schreiben die Kinder einfache woerter und erste Saetze. Das Abc konnten die meisten vorher schon und einige schreiben sogar die Woerter und Saetze immer schon eigenstaendig bevor sie an der Tafel (einem dunkel gestrichenen Wandstueck) stehen. Etwas schwierig ist es, allen Schuelern gleichermassen gerecht zu werden, da auch einzelne dabei sind, die noch jeden Buchstaben einzeln von der Tafel abmalen. Doch im muendlichen Teil des Unterrichts nehmen alle mit Begeisterung teil.
Leider mussten wir auch weniger erfreuliche Eerfahrungen in unseren Schulstunden machen. Aus Interesse schauen einige der anderen Lehrer bei unseren Unterrichten zu. wenn einzelne Schueler sich nicht ordentlich verhalten, werden sie von diesen Lehrern zur Seite geordert und mit dem Stock gepruegelt. Es ist sehr schwer, mit den Lehrern darueber zu reden, ob diese Massnahme wirklich angebracht ist, da die meisten kaum Englisch vertehen.

Wir sind sehr gespannt, wie sich unser Schulalltag in den naechsten Tagen und Wochen entwickeln wird und werden Euch regelmaessig davon berichten.

Liebe Gruesse aus Indien!

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